Sie befinden sich hier

Inhalt

Holzpelletheizung

Heizen mit Holzpellets

Das Thema intelligentes Heizen beschäftigt heute viele Bauherren, wenn es um die Ausstattung des neuen Eigenheimes geht. Auch Immobilienbesitzer, deren Heizung jetzt in die Jahre gekommen ist und durch eine neue effiziente Anlage ersetzt werden soll, stehen vor der Qual der Wahl. Neben den Anschaffungskosten werden vor allem die Kosten des laufenden Betriebs der Heizanlage betrachtet. Dabei kommt es entscheidend darauf an, mit welchem Energieträger später die Heizung befeuert wird. Die traditionellen Gas- und Ölheizungen haben inzwischen starke Konkurrenz bekommen, vor allem die erneuerbaren Energien spielen heute eine große Rolle. Viele Bauherren setzen auf eine kombinierte Gewinnung vom Strom und Heizwärme mit alternativer Energie, verbinden Solar- und Windstrom mit effektiver Holzpellet- oder bekannter Gas- oder Ölheizung. 

Eine moderne Holzpelletheizung hat sich als eine der besten Alternativen zu herkömmlichen Öl- oder Gasheizungen erwiesen. In der Anschaffung ist sie zwar etwas teurer als die traditionellen Heizsysteme, diese Mehrkosten werden aber durch mögliche Fördermittel und durch die preisgünstigen Holzpellets wieder gutgemacht. Die Installation dieser Heizungen wird in Deutschland mit bis zu 2.900 Euro gefördert. Dabei können sowohl nicht zurückzahlbare Zuschüsse beantragt als auch zinsgünstige Darlehen in Anspruch genommen werden. Welche Förderung für den Bauherrn am günstigsten ist, ermittelt eine genaue Beratung beim Heizungsexperten. Preisgünstige Holzpellets können oft bei regionalen Herstellern erworben werden  und überzeugen so durch kurze Transportwege. Bei einem Preisvergleich mit Erdöl zeigt sich ein Vorteil von 10 bis 15 Cent pro 5 kW/h, außerdem wird nur der ermäßigte Steuersatz von 7 Prozent erhoben. So ergeben sich Einsparungen bis zu 25 Prozent gegenüber herkömmlichen Energieträgern. 

Holzpellets sind eine günstige Alternative zum heizen

Holzpellets zählen zu den alternativen Energien, sie überzeugen vor allem durch ihren sehr hohen Wirkungswert von fast 90 Prozent. Ein Kilogramm der kleinen Presslinge erzeugt etwa 5 kW/h Wärme, was etwa dem Wert eines halben Liters Erdöl entspricht. Die Rohstoffe stammen aus der holzverarbeitenden Industrie, hier werden aus Abfällen wie Resthölzern, Holzspänen und Sägemehl die kleinen stäbchenartigen Pellets gepresst. Auch Halm- oder Torfpellets können in der Heizung verbrannt werden. Künftig wird auch speziell in der Landwirtschaft produziertes Pappelholz eine größere Rolle in der Energiewirtschaft spielen. Wertvolles Stammholz aus unseren Wäldern wird also sehr selten verwendet. Eine zusätzliche Trocknung während der Herstellung entfernt die Restfeuchte fast vollständig. Die Holzpellets sind nur 2 bis 5 Zentimeter groß und etwa 1 Zentimeter dick. Sie sind sehr leicht und lassen sich gut transportieren. Sie benötigen aber einen trockenen Lagerraum im Gebäude, feuchte Keller sind ungeeignet. Die Verbrennung des Rohstoffes hinterlässt in der Holzpelletheizung nur eine geringe Menge Asche, die sogar als Dünger im Garten genutzt werden kann. Da sie keine belastenden Stoffe enthält, kann sie aber auch ohne Probleme mit dem Hausmüll entsorgt werden. Die Herstellung der Pellets unterliegt in Deutschland der DIN 51731, Verbraucher sollten außerdem auf Prüfsiegel oder andere Kennzeichnungen achten, wie zum Beispiel ÖNORM.

Unabhängigkeit von Gas und Öl und Kostenvorteile im laufenden Betrieb sind sicher die Hauptargumente für den Einbau einer Holzpelletheizung in einer Immobilie oder bei der Sanierung der vorhandenen Heizanlage. Die höheren Anschaffungskosten amortisieren sich nach wenigen Jahren. In Verbindung mit einer Solaranlage wird die Energiegewinnung im Eigenheim noch effektiver. Durch die Nutzung der alternativen Energien trägt der Bauherr damit auch nachhaltig zum Klimaschutz bei. 

Kontextspalte