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Wärmepumpe spart bares Geld

Wärmepumpen werden bei Eigenheimbesitzern immer beliebter. Denn trotz hoher Anfangsinvestitionen spart dieses Heizsystem bares Geld – und schont zudem noch die Umwelt.

 

Wärmepumpen verbrauchen rund 43 Prozent weniger Energie als herkömmliche Gas- oder Ölheizungen – das schont sowohl die Umwelt als auch den Geldbeutel. Bei einem Heizenergiebedarf von beispielsweise 20.000 Kilowattstunden im Jahr fällt die Abrechnung je nach Tarif nur halb so teuer aus. Auch sind Besitzer einer Wärmepumpe in Zukunft nicht mehr von steigenden Energiepreisen abhängig.

Darüber hinaus sorgen Wärmepumpen dafür, dass unsere Luft in Zukunft sauberer wird. Denn weil keine fossilen Brennstoffe wie Kohle oder Öl verbraucht werden, wird auch kein Kohlendioxid ausgestoßen. Das klimaschädliche Gas fällt lediglich bei der Stromproduktion an, die für den Betrieb der Pumpe benötigt wird. Aber mit dem fortschreitenden Ausbau der erneuerbaren Energien im Zuge der Energiewende werden Wärmepumpen auch ohne weitere Investitionen zunehmend grüner. Zudem kann die Pumpe mit einer auf dem Dach installierten Photovoltaikanlage kombiniert werden, so dass der benötigte Strom aus der Energie der Sonne gewonnen werden kann.

Wärmepumpen auf dem Vormarsch

Im Neubaubereich ist die Wärmepumpe heute bereits ein etabliertes Heizungssystem. In einigen Regionen Deutschlands werden bereits über 40 Prozent aller neu errichteten Gebäude mit Wärmepumpen ausgestattet – Tendenz steigend. Fast 60.000 Heizwärmepumpen wurden im Jahr 2012 installiert, zehn Jahre zuvor waren es gerade einmal 9.745.

Das Prinzip der Wärmepumpe gleicht dem des Kühlschranks – nur in umgekehrter Richtung. Ein flüssiges Kältemittel, das durch die Kollektoren geleitet wird, entzieht dem Erdreich, der Luft oder dem Grundwasser Wärme und verdampft dabei. Dieses Gas wird dann in der Wärmepumpe mittels starkem Druck verdichtet und erwärmt sich dabei. Ein Wärmetauscher überträgt die Wärme in den Heizkreislauf. Anschließend strömt die abgekühlte Flüssigkeit zurück in die Kollektoren – der Kreislauf beginnt von vorn.

Beispiel für den Einsatz einer Wärmepumpe - Luftwärmepumpe in Verbindung mit Solar- oder Photovoltaikanlage.

Wärmepumpen zu Lande, zu Wasser und in der Luft

Gerade Erdwärme ist als Wärmequelle zuverlässig und effizient. Denn die Temperaturen im Inneren der Erde sind das ganze Jahr über recht stabil. Ebenso eignen sich Erdwärmepumpen – auch Sole/Wasser-Pumpen genannt – vor allem für Neubauten, da hier dank der immer effektiver werdenden Dämmung weniger Heizleistung benötigt wird. Von Nachteil ist allerdings, dass gerade die Flachkollektoren für Erdwärmepumpen eine große Grundfläche benötigen, auf der auch im Nachhinein nicht gebaut werden darf. Je nach Kollektorsystem fällt hier bis zum Dreifachen der Wohnfläche an. Besitzer kleiner Grundstücke haben zwar die Möglichkeit, eine Erdwärmepumpe mittels Sonden zu installieren, die senkrecht tief in das Erdreich hinein reichen. Die Bohrungen für die Installation dieser Sonden sind allerdings genehmigungspflichtig. Und gerade in Großstädten wie Berlin oder Hamburg – in Regionen also, in denen die Grundstücksflächen eher klein sind – sind diese Tiefensonden für Erdwärmepumpen oftmals nicht möglich.

Werden die Voraussetzungen für eine Erdwärmepumpe aufgrund der Grundstücksgröße oder der Bodenbeschaffenheit nicht erfüllt, eignet sich vielleicht eine Luftwärmepumpe. Sie entzieht der Umgebungsluft oder der Abluft des Gebäudes die benötigte Wärme. Das funktioniert auch im Winter – zumindest solange der Siedepunkt des verwendeten Kältemittels niedriger ist als die Außentemperatur.

Grundwasserwärmepumpen im Gegenzug nutzen die Wärme des Grundwassers. Dessen Temperatur beträgt konstant etwa 10 Grad. Mit Hilfe eines Förderbrunnens wird das Wasser an die Oberfläche gepumpt, wo ihm die Wärmeenergie entzogen wird. Anschließend wird es wieder zurück in das unterirdische Reservoir geleitet. In einigen Gebieten ist die Nutzung des Grundwassers wegen seines hohen Eisenanteils allerdings mitunter problematisch und zudem genehmigungspflichtig.

Geld sparen durch Förderprogramme

Hohe Anfangsinvestitionen lohnen

Auch wenn die Anschaffungskosten bei allen drei Gerätetypen höher sind als bei konventionellen Öl- oder Gasheizungen, lohnt sich der Vergleich. Denn aufgrund der Einsparungen im Stromverbrauch und der wegfallenden fossilen Energieträger gleichen sich die hohen Anfangsinvestitionen schnell aus. Auch gibt es staatliche Förderprogramme. Zudem hält eine Wärmepumpe etwa doppelt so lange wie zum Beispiel eine moderne Gasanlage.

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